Baustellenbesichtigung in luftiger Höhe

Veröffentlicht am 02.06.2017 in Kommunalpolitik

Baustelle in luftiger Höhe: Nina und Hermann Graser zeigten Andreas Schwarz ihren Arbeitsplatz am Berliner Stadtschloss.

Bamberger Natursteinwerk bei der Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses beteiligt

Im Juli 2015 feierte das Bamberger Natursteinwerk Hermann Graser sein 50 jähriges Betriebsjubiläum. Dort erfuhr Andreas Schwarz auch, dass das Bamberger Unternehmen in Berlin tätig ist – und zwar auf der Großbaustelle des Berliner Stadtschlosses als Lieferant von Portalen, Balustraden und Steinfiguren.

Grund genug für den Bamberg-Forchheimer Abgeordneten, sich von Nina und Hermann Graser einmal an Ort und Stelle die Arbeit des Bamberg Unternehmens zeigen zu lassen. Das Bamberger Natursteinwerk ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit ca. 150 Mitarbeitern. Seit 2009 liegt die Geschäftsführung in den Händen von Hermann Graser jun. und Martin Graser. Das Unternehmen betreibt 19 Sandsteinbrüche im gesamten Bundesgebiet und 2 Granitsteinbrüche im Fichtelgebirge. „Damit können wir die geeigneten Steine für die Restaurierung historischer Bausubstanz in der Denkmalpflege als auch für nachhaltiges Bauen in Form von Natursteinfassaden in der modernen Architektur bereitstellen“, erläutert Hermann Graser.

Von den durchschnittlich 40 Baustellen bundesweit pro Jahr ist das größte Projekt die Rekonstruktion des Berliner Schlosses.

„Wir haben hier den Auftrag für die Rekonstruktion der Rücklagenfassaden der Nord- und Südseite, sowie anteilig die Aufträge für die Herstellung der Portale 1 und 5 und der kompletten Balustraden“, berichtet Hermann Graser. „Hinzu kommen 2400 Kubikmeter hochwertige Steinmetzarbeiten wie skulpturaler Schmuck, Fenstergewände, Gesimse und Säulen.“

Allein für die Rekonstruktion der Rücklagenfassaden wurden in Bamberg ca. 600 aufwendig ausgearbeitete Bildhauerwerkstücke, darunter 42 Wappenschilder mit Kronen, 78 Widderköpfe mit Lorbeergebinde, 41 Adler und 44 stilisierte Opferstierköpfe gefertigt und in Berlin eingebaut.

Und Hermann Graser ergänzt:

„Die herzustellenden Balustraden umfassen eine Gesamtlänge von 690 Metern. Diese Mammutaufgabe in der kurzen Bauzeit wird auch durch den Einsatz von innovativen Produktionsanlagen möglich gemacht. Wir arbeiten mit Robotern, die die Vorarbeit übernehmen. Der Bildhauer kann dann seine ganze Kraft darauf verwenden, dem Bildhauerstück die entscheidende künstlerische Note zu geben. Nur so ist es möglich ein solch großes Projekt neben den vielen anderen Baustellen abzuwickeln.“

„Das Stadtschloss selbst ist ja bereits sehr beeindruckend. Aber dann in luftiger Höhe einen solchen Einblick in die Bauarbeiten zu bekommen, ist schon etwas Besonderes. Vielen Dank für das Ehepaar Graser für diese Möglichkeit.“

 

 

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