Nationalpark Steigerwald beschäftigt SPD Landtagsfraktion
Franz Maget, Vorsitzender der SPD Landtagsfraktion, stattete dem Markt Ebrach auf Einladung des Bürgermeisters Max-Dieter Schneider bezüglich dem geplanten Vorhaben "Nationalpark Steigerwald" einen Besuch ab, um sich vor Ort zu informieren.
Andreas Alt, stellv. Vorsitzender des SPD Ortsvereines Burgebrach, nutzte die Gelegenheit um die Position der Burgebracher Sozialdemokraten zu unterstreichen.
Der SPD Landtagsfraktinsvorsitzende Maget: "Ich glaube die Argumente für einen Nationalpark überwiegen". die Fraktionskollegen aus Oberfranken im Landtag befürworten das Vorhaben ebenfalls. Maget empfahl aber auch, offensiv vor Ort zu werben. Allerdings sollte das Projekt nicht mit der Brechstange über die Köpfe der Leute hinweg gedrückt werden. Insgesamt würde ein Nationalpark Steigerwald der Region helfen.
Zukunftsmarkt Tourismus - Kürzer, näher, öfter
Denn wenn man auf den Tourismus setze, wie Erster Bürgermeister Max-Dieter Schneider mehrmals ausgeführt hatte, dann sei dies nötig, der Tourismus im übrigen einer der Zukunftsmärkte. Eine Studie habe die Urlaubswünsche der Menschen zusammengefasst: "Kürzer, näher, öfter". In diesem Trend weise die Region Vorteile auf: Hier könne man Rad fahren, wandern und Kunstschätze genießen. "In dieses Konzept passt ein Nationalpark unbedingt hinein." Mit diesem Gedanken wolle man die Idee umsetzen. "Ich glaube die Argumente dafür überwiegen", so Maget. Vor den Wahlen werde das Thema sicher im Landtag behandelt, meinte er weiter.
v.l.n.r. MdL Christa Steiger, Leiter des Forstbetriebes Ebrach Ulrich Mergner, Franz Maget, Andreas Alt
Sorgen um Existenzen
Die Führung durch den Wald hatte Ulrich Mergner, Leiter des Forsbetriebes Ebrach übernommen. Mit spürbarem Enthusisasmus führte Mergner in das für Artenvielfalt bekannte Reservat "Waldhaus", wo die Natur sich selbst überlassen ist. "So wäre es dann in einem Nationalpark", merkte Maget an. Im Prinzip schon, nur reiche diese Fläche natürlich nicht aus. Ernst nehmen sollte man natürlich auch die Sorgen derjenigen, deren Existenzen an den Wald gekoppelt sind, fand Maget. Zum Thema Waldnutzung merkte Ebrachs Bürgermeister Max-Dieter Schneider an: "Eine ganze Menge (Privat und Gemeindewälder) bleibt zur Bewirtschaftung übrig.
Betretung nur in Führungen?
Da das Reservat eingezäunt ist und nur in Führungen begangen werden darf, hakte Maget nach, wie das in einem Nationalpark wäre. Jeder Nationalpark sei individuell handzuhaben, was die Vorgaben für Begehungen und Wege anbelange, so Mergner. Er beleuchtete neben dem Auftrag des Schutzes der Artenvielfalt auch den der (naturnahen) Bewirtschaftung. Denn sämtliche Flächen, die für den Nationalpark Steigerwald in Frage kommen, betreffen Staatswald.