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Jahrgangskombinierte Eingangsklassen in der Grundschule

Veröffentlicht am 19.10.2006 in Landespolitik

Jahrgangskombinierte Eingangsklassen in der Grundschule
Ebrach. Auf Einladung von Bürgermeister Max-Dieter Schneider besuchten der Bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Hans-Ulrich Pfaffmann und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Susann Biedefeld die Grundschule Ebrach, um sich aus aktuellem Anlass über den Stand der dortigen jahrgangskombinierten Eingangsklasse zu informieren.

Jahrgangskombinierte Eingangsklassen in der Grundschule
Ebrach. Auf Einladung von Bürgermeister Max-Dieter Schneider besuchten der Bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Hans-Ulrich Pfaffmann und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Susann Biedefeld die Grundschule Ebrach, um sich aus aktuellem Anlass über den Stand der dortigen jahrgangskombinierten Eingangsklasse zu informieren.

Frau Frischmann informierte MdL Susann Biedefeld, MdL Hans-Ulrich Pfaffmann, Bürgermeister Max-Dieter Schneider sowie den SPD Kreisvorsitzenden Manfred Deinlein über die jahrgangskombinierten Klassen in Ebrach

Die Schulleiterin und Klassenlehrerin Frau Frischmann berichtete über die positiven Erfahrungen der Kinder in der jahrgangskombinierten Klasse. Man tue alles, um den Kindern den Stress zu nehmen, aber „wie viel Kraft es die Lehrerin kostet, davon spricht keiner“, so die erfahrene Pädagogin, die auch die eine zusätzliche Vorbereitungsstunde für „nicht ausreichend“ hält“. Die in München versprochenen Differenzierungs- und Förderstunden hätte man erhalten. Ob diese aus dem vorhandenen Budget des Schulamts kommen, oder wie zugesagt wirkliche zusätzliche Stunden sind, wird die Abgeordnete Susann Biedefeld offiziell erfragen.

Der Unmut der zahlreich erschienenen Eltern wurde in der Diskussion deutlich artikuliert. Insbesondere im Hinblick auf die Tatsache, dass im nächsten Schuljahr 17 Erstklässer in Ebrach zu erwarten sind und die Eltern mit den dann 13 Zweitklässern eine erneute jahrgangskombinierte Eingangsklasse, aber mit 30 Kindern, befürchten. So baten die versammelten Eltern, einen Antrag im Bayerischen Landtag einzubringen, um wenigstens sicherzustellen, dass die Klassenstärke der Kombiklassen auf 20 Kinder festgelegt wird. Die SPD-Abgeordneten wollen dies entsprechend zeitnah realisieren und auch eine namentliche Abstimmung verlangen.

Stellten sich den Fragen der Eltern: Der Bildungspolitische Sprecher der SPD Landtagsfraktion Hans-Ulrich Pfaffmann sowie MdL Susann Biedefeld

Hans-Ulrich Pfaffmann, selbst Vater von fünf schulpflichtigen Kindern, forderte Eltern und Gemeindevertreter dazu auf nicht nachzulassen in ihrem berechtigten Anliegen, „die bestmöglichste schulische Versorgung ihrer Kinder zu erreichen. Dies müsse auch den örtlichen CSU-Abgeordneten immer wieder mit Nachdruck gesagt werden“. Die bayernweite Einführung der Komiklassen als Sparmodel, so der Abgeordnete weiter, „wurde trotz massiver Elternproteste, nur im Landkreis Bad-Tölz-Wolfratshausen, dem Wahlkreis des Ministerpräsidenten, nicht realisiert“.

Bürgermeister Schneider sprach davon, wie wenig ihm vor Ort die vollmundigen Aussagen der Bayerischen Staatsregierung über die „Stärkung des ländlichen Raumes nutzen, wenn man im gleichen Atemzug die wohnortnahen Schulstandorte schließt“. Auf die Zukunft der Grundschule in Ebrach angesprochen, wollte Hans-Ulrich Pfaffmann keine optimistische Prognose abgeben. Er sah, auch auf Grund der demographischen Entwicklung im Landkreis Bamberg, „lediglich eine Chance darin, wenn die Grundschule mit der örtlichen Realschule zu einer „Regionalschule“ zusammengeschlossen würde“.

Fotos: S. Schmäling

 

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