Politischer Aschermittwoch der SPD in Lohndorf: Von Muhammad Ali bis Casablanca

Veröffentlicht am 09.03.2019 in Ortsverein

v.l. W. Schnabel, W. Metzner, C. Joneitis - Foto: C. Riegel

Der Politische Aschermittwoch der Ellertaler SPD hat eine lange Tradition. Diesmal hatte der rührige Ortsverein mit dem Oberhaider Bürgermeister Carsten Joneitis und dem Bamberger Bürgermeister Wolfgang Metzner zwei kommunalpolitische Schwergewichte in der Lohndorfer Brauerei Hölzlein zu Gast, die witzig-hintergründig den Abend stemmten. Und sich auch nicht vor der Frage aller Fragen drückten, ob OB Andreas Starke noch mal antritt...

SPD-Ortschef Thomas Pregl machte den Anwesenden Mut, die Kampfkraft der Sozialdemokraten nicht zu unterschätzen. „Die SPD wurde schon oft totgesagt, unter Bismarck, Hitler, in der DDR und auch in der Nachkriegszeit. Doch es ist wie beim legendären Boxkampf 1974 "Rumble in the Jungle" zwischen Muhammad Ali und Joe Frazier. Frazier ging als klarer 3:1-Favorit in den Fight, Ali hing lange in den Seilen, um dann doch in der 8. Runde den entscheidenden Punch zu setzen!“

Bürgermeister Carsten Joneitis hob die gute Arbeit der SPD im Kreis hervor. Der Erhalt der Mittelschule läge der SPD am Herzen, er befürchte aber angesichts der CSU-Schulpolitik, dass "ein ganz heißer Ballon platzt". Weitere wichtige Themen seien die Einführung der Gelben Tonne, die Digitalisierung der Schulen, der Installierung einer Pflegeplatzbörse im Internet und natürlich die Mobilität zwischen den Gemeinden und der Stadt Bamberg. So werde Litzendorf endlich an den ÖPNV angeschlossen.

Joneitis kritisierte auch die Personalentscheidungen des CSU-Landrats - neuer Fahrer und neuer Referent - über alle Köpfe hinweg und ohne Ausschreibung. "Landrat Kalb ist fachlich sicherlich nicht zu vergleichen mit seinem Vorgänger. Er blockt oder zieht alles ins Lächerliche!" 

In die gleiche Kerbe schlug auch Wolfgang Metzner. "Die Zeiten schwarzangestrichener Besenstiele sind vorbei - man muss auch Leistung bringen, wenn man gewählt werden will!", spitzte der Bamberger Bürgermeister in Hinblick auf die zerstrittene Stadt-CSU und ihrem "Vorzeigekandidaten Dr. Lange" zu.

Die gerettete Sandkerwa bezeichnete Metzner als "Erfolgsgeschichte", die bereitgestellten Gelder seien nicht gebraucht worden. "Man kann so eine große Feier durchaus finanzsicher planen." Auf dem MUNA-Gelände wolle die SPD 1000 bezahlbare Wohnungen schaffen. Er bedauerte es, dass die bayerische CSU/FW-Staatsregierung Vorschläge von Oberbürgermeister Andreas Starke abgelehnt hat, auf dem Kasernengelände Wohnungen für Studenten und für die Opfer des Brandfalls in Memmelsdorf zur Verfügung zu stellen. Metzner wünscht sich ein Ende des Anker-Zentrums - mit einer derzeitigen Belegung von 1.488 Menschen - im Jahre 2025. Schließlich habe der Freistaat Bayern unter der CSU-Landesregierung dies so zugesagt. Man wisse ja, spottete der SPD-Mann, dass diese "für die Einhaltung ihrer Versprechen weit über die Grenzen Bambergs bekannt sind". 

Zu guter Letzt beantwortete Metzner auch die meistgestellte Frage in Bamberg und Umgebung: Wird Starke nochmals als Oberbürgermeister antreten? Metzners filmreife Antwort: "Ich weiß es nicht. Aber man kann ganz im Sinne von Casablanca nur sagen: 'Mach´s noch einmal, Andi!' Hoffentlich steht ihm keine Ingrid Bergmann im Weg...!" 

Redaktion Ellertal Post

 

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