SPD Ellertal möchte einen Beraterstab für die Melkendorfer Brauereipläne

Veröffentlicht am 02.02.2020 in Ortsverein

Im Dialog - Foto: T. Pregl

Konstruktive und engagierte Diskussion beim SPD-Bürgerdialog

Was soll mit dem Areal der ehemaligen Brauerei Winkler in Melkendorf passieren? Das war die zentrale Frage eines „Bürgerdialogs“, zu dem die Ellertaler SPD eingeladen hatte. In einer sehr konstruktiven und engagierten Diskussionsrunde in der alten Schule wurden verschiedene Varianten durchgespielt. Wunsch aller Bürgerinnen und Bürger war, dass der Ortskern zumindest mit einer Brauerei, einem kleinen Gasthaus und einem Tanzsaal wiederbelebt werden muss.

Rund 5 Millionen Euro wird eine solche Revitalisierung kosten, wie SPD-Spitzenkandidat Wolfgang Heyder ausführte. „Das ist eines der größten Projekte für die Gemeinde in den nächsten Jahren“. Mit rund 3 Millionen Euro wird das Projekt im Rahmen des „Kulturerhalts und der Kulturförderung“ bezuschusst. Derzeit wird das intakte Brauhaus von der „Brandholz-Brauerei“ zur Herstellung einen vollmundigen, dunklen Biers genutzt.

Vertreter der Melkendorfer Vereine machten deutlich, dass sie künftig „nicht den Wirt spielen können“. In der Diskussion kristallisierte sich heraus, dass die Last nach der Renovierung möglichst auf zwei Schultern verteilt werden sollte - einem Pächter für die Brauerei und einem Pächter für die Gastwirtschaft. Wobei die Gastwirtschaft für die Melkendorfer als Treffpunkt sehr wichtig ist. „Wenn man sich als Verein trifft, dann will man auch bewirtet werden“, hieß es an diesem Abend.

Pläne für die Revitalisierung des Geländes erstellt derzeit ein Nürnberger Architektenbüro, das den Vorzug gegenüber einem Mitbewerber erhielt, weil es noch in diesem Jahr mit dem Projekt beginnen kann. Eher ablehnend stehen die Melkendorfer, aber auch der derzeitige Brauereibetreiber, einer ganz modernen Architektur gegenüber. Man solle möglichst das Vorhandene erhalten oder daran anknüpfen. Die Vereine erinnerten daran, dass sie bereits für eine Machbarkeitsstudie „Vorschläge bis ins Detail“ gemacht haben. Diese Machbarkeitsstudie wurde bisher nicht veröffentlicht. Aus welchen Gründen auch immer. „Da würde ich mich ins Reich der Spekulationen begeben“, so Heyder.

Bei den aktuellen Planungen gehen Heyder und der stellvertretende SPD-Bürgermeister Klemens Wölfel davon aus, dass das Architektenbüro „die Vereine mitnehmen will und muss“. Große Zustimmung fand der Vorschlag, für diese begleitende Beratung einen kleinen, örtlichen Beraterstab zu benennen, auch mit kritischen Stimmen.

T. Pregl

 
 

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