Ortsverein
Litzendorf. „Jetzt kriegt die SPD einen auf den Deckel!“ - unter diesem plakativen Motto stand der diesjährige politische Aschermittwoch der Ellertaler Sozialdemokraten im Pödeldorfer Gasthaus Haderlein. Und die Orts-SPD unter Leitung ihres Vorsitzenden Thomas Pregl hielt Wort: Jeder, der zur Veranstaltung kam, konnte ein Getränk seiner Wahl auf den Deckel der Genossen anschreiben lassen. Auch inhaltlich wurde an das Motto angeknüpft. Gemeinde- und Kreisrat Wolfgang Heyder sprach zu dem Thema: „Die SPD kriegt trotz aller Erfolge immereinen auf den Deckel, warum eigentlich?“ Aus der Fragestellung entwickelte sich eine lebhafte, jedoch sehr sachliche Diskussion mit einigen Erklärungsversuchen.
KGB wird bei Jubiläumskonzerten beim „SPD Kulturherbst Ellertal“ begeistert gefeiert
The same procedure as every year? Genauso wenig wie der Silvester-Klassiker „Dinner for one“ ist der legendäre Live-Act von KGB anlässlich des „SPD Kulturherbst Ellertal“ im Saal der Brauerei Hönig in Tiefenellern tot zu kriegen. Im Gegenteil: Obwohl Werner Kohn, Uwe Gaasch und Waldi Bauer, die mit den Anfangsinitialen ihrer Nachnamen für KGB stehen, schon „a fei weng“ in die Jahre gekommen sind, drehten die fränkischen Alt-Hippies bei ihrer diesjährigen, natürlich wieder ausverkauften Doppelveranstaltung in ihrem „Wohnzimmer“ (Gaasch) auf, als hätten sie einen ganzen Jungbrunnen – oder war es doch die Hönig-Brauerei? - in einem Zug leer getrunken. Denn das kultige Dreigestirn servierte einmal mehr einen hochprozentigen Cocktail mit heißer Musik, fränkischem Humor und einem guten Schuss Selbstironie.
SPD-Kulturherbst: „Bamberger Sängerknaben“ zogen noch mal alle Register ihres Könnens
Lohndorf. Was treibt vier hoch talentierte Kerle im noch nicht mal besten Mannesalter mit Stimmen so klar wie ein Gebirgsbach, so hell wie ein asiatisches Windspiel und so dunkel wie ein Sommergewitter nach 13 Jahren die Bretter, die gemeinhin die Welt bedeuten, zu verlassen und für immer „Ade“ zu sagen? Das fragten sich sicherlich viele Fans bei der grandiosen und emotionalen Abschiedsvorstellung der Bamberger A Capella-Gruppe „Assonanz“ im restlos ausverkauften Saal der Brauerei Reh in Lohndorf. „Das Beste zum Schluss“, versprach der Flyer der SPD Kultur AG, die mit dem Auftritt der stimmgewaltigen Truppe noch mal ein dickes Ausrufezeichen hinter inzwischen zehn gestemmten Kabarett- und Kleinkunstveranstaltungen allein in diesem Herbst setzen konnte...
„Locker vom Hocker“ meisterte Volker Heißmann einen jetzt schon legendären Abend
Lohndorf. „Waltraud und Mariechen“, alias Martin Rassau und Volker Heißmann, sind das siamesische Comedian-Paar in deutschen Landen schlechthin. Wie bei „Dick und Doof“ scheint der eine ohne den anderen nicht bestehen zu können. Zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung. Darf man sie also trennen – und wenigstens für einen Abend alleine auftreten lassen? Die Antwort gab Vielfach-Talent Heißmann mit seinem Soloprogramm „Locker vom Hocker“ beim „SPD Kulturherbst Ellertal“: Im Prinzip ja, aber bloß nicht in Lohndorf! Denn die Geschichte der Kleinkunst muss nach diesem brüllend-komischen Abend im Saal der Brauerei Reh neu geschrieben werden, er wird zur Legende werden...
Klaus Karl Kraus überzeugte im „SPD Kulturherbst Ellertal“
Tiefenellern. „Ja, ist denn heute schon Weihnachten?“, wird sich manch´ einer der Kabarettfans im altehrwürdigen Saal der Brauerei Hönig in Tiefenellern gefragt haben, als ihr Idol Klaus Karl-Kraus mit roter Weihnachtsmütze die Bretter, die gemeinhin die Welt bedeuten sollen, im Rahmen des „SPD Kulturherbst Ellertal“ betrat. Der Weihnachtsmann aus Erlangen ließ die Frage nicht unbeantwortet. Mit „Schrille Nacht, eilige Nacht“, so der Titel seines aktuellen Programms, torpedierte er nicht nur die Mutation der Deutschen liebstes Fest zu einer 82 Milliarden Euro teuren permanenten Konsumveranstaltung, die mit Schoko-Figuren in Staniol schon am 15. August in allen Aral-Tankstellen beginnt, sondern entlarvte auch den ganz alltäglichen, weihnachtlichen Wahnsinn in Franken.
ABGESAGT - Leider muss die Veranstaltung wegen Krankheit abgesagt werden. Nachholtermin ist der 28.10.2016. Karten behalten ihre Gültigkeit oder können über die Vorverkaufsstellen zurück gegeben werden.
Wer war eigentlich zuerst da – die Henne oder das Ei? Diese vermeintlich nicht zu lösende Frage nach dem ursprünglichen Auslöser einer Kausalkette, die schon Heerscharen von Philosophen verzweifeln ließ, kann seit dem fulminanten Auftritt von Wolfgang Krebs anlässlich des „SPD-Kulturherbst Ellertal“ im Saal der Brauerei Reh in Lohndorf vernachlässigt werden. Denn sie wird durch eine für die Geistesgeschichte viel wichtigere ersetzt: Wer war eigentlich zuerst da – der CSU-Grande Edmund Stoiber oder sein Parodist und Imitator Krebs?
„Ich bin ein rheinisches Mädchen – und ich liebe Franken!“ Zwei Seelen schlagen in der Brust von Evelyn Kliesch-Bose, die am 20. September 2015 ihren 85 Geburtstag feierte. Und daraus macht sie auch kein Geheimnis. Zu den Gratulanten gehörten neben Familienangehörigen, Nachbarn, Freunde, Vertreter vieler Vereine auch der Zweite Bürgermeister Klemens Wölfel und der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Thomas Pregl (siehe Bild).
Das rüstige Geburtstagskind , das in Pödeldorf wohnt, trat vor 50 Jahren in die SPD ein. Anlass war ein Treffen der Jungsozialisten in Israel. Sei diesem für sie unvergesslichen Erlebnis hält sie der Partei die Stange. Nach Bamberg verschlug es die gebürtige Kölnerin der Liebe wegen – ihr Mann studierte in Bamberg. Dass viele Franken auch nach Jahrzehnten sie immer noch als „Preußin“ bezeichnet, lächelt sie milde weg. „Ich bin genauso wenig ein Preuße wie ein Franke ein Bayer ist“, sagt sie.
Geistig fit hält sich die überzeugte Sozialdemokratin („Ich bin die rote Evelyn!“) mit Lesen und Kulturveranstaltungen. So hat sie gleich mehrere Events des Ellertaler SPD-Kulturherbstes gebucht.
Körperlich fit hält sich Evelyn Kliesch-Bose mit Schwimmen, Sauna, Geräteübungen, Massagen und Fango-Packungen. „In meinem Alter muss man auch für seinen Körper was tun“, hat sie erkannt. „Wer rastet, der rostet – und das will ich nicht!“
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